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Postanschrift

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien

Kaiserstr. 12, Geb. 20.30
D-76131 Karlsruhe

Campusplan (Planquadrat G5)

Andreas Seidler

Promotionsthema: Der Reiz der Lektüre. Christoph Martin Wieland und die Autonomisierung der Literatur
Promotionsdauer: 2003 - 2006
andreas seidlerUck2∂web de

Veröffentlichung der Promotion: Der Reiz der Lektüre. Wielands "Don Sylvio" und die Autonomisierung der Literatur, Winter: Heidelberg 2008.



Werdegang bis zur Promotion

  • 10/1995 bis 09/2003: Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Universtiät Karlsruhe (TH)
    Zusätzlich Scheine erworben in Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften
    Abschluss mit Erlangung des Grades eines Magister Artium (M.A.)
  • 10/1999-03/2000: HiWi am Institut für Soziologie der Universtiät Karlsruhe
  • 10/2000-09/2003: HiWi und Tutor für die Vorlesung 'Medientheorie/-geschichte' und 'Medienkommunikation' bei Prof. Böhn
  • 07/2004-06/2006 Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg
  • 10/2004-03/2005: Seminarleitung gemeinsam mit Prof. Dr. Böhn am Institut für Literaturwissenschaft der Universität Karlsruhe (TH)
  • Seit 2005: Beteiligung am deutsch-kanadischen Forschungsprojekt 'Subversions of Gender Identities through Laughter and the Comic in Literature, Theatre and Modern Media'
  • Seit 2005: Lehrbeauftragter am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) der Universität Karlsruhe (TH)
  • 2006: Abschluss der Promotion an der Universität Karlsruhe (TH)
     

Abstract des Promotionsthemas

Die Entwicklung der modernen Literatur geht einher mit ihrer Emanzipation von religösen und moralischen Funktionalisierungen. Dieser Automatisierungsprozess wird im 18. Jahrhundert ermöglicht durch die Ankopplung literarischer Produktion an ein modernes Wirtschaftssystem. Dadurch wird fiktionales Schreiben veranlasst, seinen Eigenwert zu erkennen und zu behaupten. Eine wichtige Wegmarke in der Entwicklung der deutschen Literatur stellt Christoph Martin Wielands erster Roman 'Don Sylvio von Rosalva' dar. In ihm reflektiert sich sowohl die Emanzipation des Fiktionalen als auch die Rolle des Geldes. Zugleich nutzt er den Einsatz erotischer Motive zur Attraktivitätssteigerung der Lektüre und karikiert damit die Verbannung des Körpers aus der Kommunikation der Empfindsamkeit, zu derern literarischen Programm Wielands eigenes Frühwerk noch maßgeblich beigetragen hatte.

Publikationen bis zur Promotion

2004. Die Krankheit der Kunst. Kultur- und Ideengschichtliche Reflexionen zur Bezogenheit von Krankheit, Kunst und ärzlicher Praxis in W. H. Wackenorders Das merkwürdige musikalische Leben des Tonkünstlers Joseph Berglinger. In: Christian Hoffstadt, Klaus Reichert (Hgg.): ZeichenSprache Medizin. Semiotische Analysen und Interpretationen, Bochum: Projektverlag, S. 134-147.

2005. Die Paradoxien der Genies. Varianten ihrer Entfaltung in E.T.A. Hoffmanns Lebensansichten des Katers Murr. In: E.T.A. Hoffmann Jahrbuch, Bd. 13, S. 59-77.

2006. Der Sinn des Gesundheitssystems - oder warum es eigentlich Krankheitssystem heißen müsste. In: Christian Hoffstadt, Franz Peschke, Andreas Schulz-Buchta (Hgg.): Von Sinnen und Sinn. Gesammelte medizin-philosophische Schriften Klaus Reicherts, Bochum: Projektverlag, S. 81-84.