Nina Haubus, M.A.
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin
- Raum: 4.005
CS 20.30 - nina haubus ∂does-not-exist.kit edu
Sprechstunden während der Vorlesungszeit immer Montags 13-14 Uhr. Bitte melden Sie sich vorher für die Sprechstunde an.
Curriculum Vitae
Seit Oktober 2026 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Oktober 2025 - September 2026 Projektmitarbeiterin im 'DFG-Projekt Rudolf von Ems, 'Barlaam und Josaphat': Edition, Übersetzung, Kommentar' am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
November 2023 - September 2025 Wissenschaftliche Hilfskraft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
2023-2025 Studium der Germanistik (M.A.) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
2019-2023 Studium der Germanistik (B.A.) und Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen
Forschungsschwerpunkte (Stand 2026)
- Literatur des hohen Mittelalters
- Epische Versdichtungen
- Gendertheorie
- Diskursanalyse
Promotionsprojekt
Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich erstmals die Geschwisterkonstellationen in Wolframs von Eschenbach 'Parzival' untersucht. Dabei habe ich mich vor allem auf den Genderaspekt zwischen Bruder und Schwester konzentriert und herausgearbeitet, dass die Schwester dem Bruder gegenüber stets eine übergeordnete Rolle resp. Funktion einnimmt.
Dieses bislang weitgehend unterforschte und noch äußerst ergiebige Thema ist nun auch im erweiterten Rahmen Teil meiner Dissertation. Für eine umfassende Studie weite ich den Untersuchungsgegenstand auf das epische Gesamtwerk Wolframs aus, sodass nun neben dem ‚Parzival‘ auch die Versdichtungen ‚Willehalm‘ und ‚Titurel‘ in den Blick genommen werden. Ebenso erweitere ich den Genderdiskurs um die drei Diskurse der Theologie, des Erb- und Herrschaftsrechts sowie anthropologisch-pädagogisch der Distanz (Trennung von Geschwistern und Wiedererkennen). Die Geschwisterkonstellationen werden für die Untersuchung als Interdiskurse (nach Jürgen Link und Ursula Link-Heer) behandelt, in denen die genannten vier Diskurse unterschiedlich ausgehandelt werden. Mit dieser Studie werden nicht nur neue Ergebnisse zu Geschwisternarrativen in der Literatur zutage kommen, es werden auch neue Aussichten auf das Wolfram’sche Programm zu erwarten sein.