Auszeichnungen

 

LfK-Medienpreis 2004

für Valentina Dobrosavljevic (Institut für Geschichte)

Der Medienpreis der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) ist in Baden-Württemberg zu einer der begehrtesten Auszeichnungen für die privaten Rundfunkveranstalter geworden. Prämiert werden Hörfunk- und Fernsehbeiträge in Baden-Württemberg, die sich neben ihrer journalistischen Qualität durch eine besondere Kreativität und Originalität sowie eine zielgruppengerechte Ansprache auszeichnen.

Die Jury begründete ihre Entscheidung für den Hörfunk-Beitrag über den '17. Juni 1953' von Valentina Dobrosavljevic mit folgenden Worten:

Mit einer Kombination aus vielen interessanten O-Tönen und einer sehr passenden Musikauswahl berichtet diese Reportage umfassend über den Volksaufstand in der ehemaligen DDR.

Neben der Verwendung von alten Originalaufnahmen, z.B. aus den Nachrichten oder von offiziellen Veranstaltungen, werden Zeitzeugen befragt; so wird der Ablauf der Ereignisse sehr genau nachvollzogen und persönliche Eindrücke rund um das Geschehen vermittelt. Es werden auch verschiedene Wahrnehmungen und Bewertungen der Ereignisse präsentiert, so dass der Hörer ein umfassendes Bild über die Zusammenhänge erhält und kein einseitiges Bild entsteht.

Besonders zeichnet sich dieser Beitrag durch eine sehr gute Recherche, eine gelungene Zusammenstellung der einzelnen Elemente und eine professionelle Umsetzung aus.

Nähere Informationen unter LFK-Medienpreis

 

 

Stifterverband der Wirtschaft

Stifterverband der Wirtschaft zeichnet Karlsruher Geistes- und Sozialwissenschaften aus.

Pressemitteilung der Universität Karlsruhe vom 11. Mai 1999

Die Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Karlsruhe (TH) gehört zu den fünf reformfreudigsten Fakultäten und Fachbereichen an deutschen Hochschulen. So lautet das Ergebnis des Wettbewerbs „Reform-Fakultäten“, in dessen Rahmen der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fünf Fakultäten und Fachbereiche für ihre umfassenden Reformen und Zukunftsstrategien zur Verbesserung von Studium und Lehre mit jeweils 500.000 Mark ausgezeichnet hat. Die Karlsruher sind dabei als einzige Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften vertreten.

Ziel der Fakultät ist die Modernisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften im Kontext einer Technischen Universität. Die Modernisierung beruht auf zahlreichen Einzelaktivitäten der vergangenen Jahre. „Den Erfolg hat die gesamte Fakultät errungen. Deren Mitglieder haben die meisten Reform-entscheidungen einstimmig verabschiedet“, so Dekan Prof. Dr. Bernd Thum. Die Hochschulstrukturkommission Baden-Württemberg hatte die Fakultät in ihrem Abschlußbericht 1998 als Pilotfakultät für die Einführung einer neuen Studienstruktur nach dem Bachelor/Master-Modell in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie für eine engere Vernetzung von Geistes- und Sozialwissenschaften, Ingenieur- und Naturwissenschaften benannt.

„Unsere Fakultät nimmt diese Aufgaben sehr ernst“, sagt Dekan Thum. „Besonders ist uns daran gelegen, den Studierenden zusätzlich zu einer erstklassigen Ausbildung in ihrem Kernfach Möglichkeit zu geben, auch berufsfeldorientierte Kompetenzen zu erwerben. Alle Studierenden werden in Zukunft auch Lehrveranstaltungen unseres Programmes ,Berufsorientierte Zusatzqualifikationen‘ (BOZ) absolvieren und sogar Nebenfächer wie Multimedia in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Angewandte Kulturwissenschaft sowie Journalismus und Technik der elektronischen Medien wählen können.“

Die Fakultät wird nach ihrem Erfolg beim Wettbewerb des Stifterverbandes ihre personelle Ausstattung im Dekanat und in ihrem neuen Studienzentrum Multimedia (SZM) wesentlich verbessern können. „Dem Stifterverband ist diese Unterstützung hoch anzurechnen“, dankt Prof. Thum.

Nach dem raschen Erfolg bei der Konzipierung neuartiger Bachelor- und Masterstudiengänge – die Einführung ist schon für das kommende Wintersemester geplant – steht für die Fakultät jetzt das Programm GESINA mit gemeinsamen Studienangeboten zusammen mit den Ingenieur- und Naturwissenschaften, aber auch anderen Wissenschaftsbereichen der Universität im Vordergrund.

Universitätsrektor Prof. Dr.-Ing. Sigmar Wittig sieht mit dieser Auszeichnung durch den Stifterverband die Bemühungen der Universität Karlsruhe um eine Neuorientierung der Geistes- und Sozialwissenschaften bestätigt: „Es zeigt sich, daß die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften eine zentrale Forderung der Zukunft ist.“ So hätten der Standort Karlsruhe und seine TechnologieRegion bereits in der Vergangenheit die Bedeutung des Diskurses in den verschiedenen Disziplinen und der übergreifenden Fachkompetenz gerade im Informationszeitalter erkannt. „Es erfüllt mich mit Freude, daß die im Vergleich zu anderen Institutionen relativ geringe Ausstattung der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften durch die Förderung vom Stifterverband deutlich gestärkt wird.“ Dadurch werde auch ein Zeichen durch die Wirtschaft gesetzt.

-Sibylle Hofmeyer-

 

 

Landeslehrpreises 1998

Verleihung des Landeslehrpreises 1998 Dozenten der Geschichte und der Physik ausgezeichnet.

 

aus der Pressemitteilung der Universität Karlsruhe vom 16.12.1998

Den mit insgesamt 30 000 Mark dotierten Landeslehrpreis 1998 für die Universität Karlsruhe erhalten Dozenten der Geschichte und der Physik: Dr. Michael Kißener und Dr. Joachim Scholtyseck für die Lehrveranstaltung “NS-Biographien aus Baden-Württemberg” sowie Prof. Dr. Martin Wegener für die Lehrveranstaltung “Experimentalphysik I und II”. Den Preis überreicht der baden-württembergische Wissenschaftsminister, Klaus von Trotha, am 16. Dezember. Begrüßungsworte spricht Universitätsrektor Professor Dr.-Ing. Sigmar Wittg. Die Laudationes halten der Dekan der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Professor Dr. Bernd Thum, und der Dekan der Fakultät für Physik, Professor Dr. Johann Kühn.

Dr. Kißener und Dr. Scholtyseck erhalten den Preis, weil sie sich durch eine besonders forschungsnahe Lehre auszeichneten. In dem von ihnen geleiteten Seminar vermittelten sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf vorbildliche Weise die Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten. Aufgabe der Studierenden war es, einen Sammelband mit Biographien von Mitgliedern der Nationalsozialistischen Partei in Baden-Württemberg zu erarbeiten und herauszugeben. Dieser ist 1997 unter dem Titel “Die Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden-Württemberg” in der Reihe “Karlsruher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus” erschienen und fand in der Fachwelt bereits große Beachtung. Durch die Vorgabe eines solchen, konkreten Arbeitszieles ist es Dr. Kißener und Dr. Scholtyseck gelungen, ein Musterbeispiel für die Effektivität universitärer Lehre zu geben. Parallel zu den Abschlußarbeiten wurden die Forschungsergebnisse in einer Reihe von Vorträgen öffentlich präsentiert. Die Veranstalter haben also auch im Hinblick auf die Öffentlichkeitswirksamkeit der Universität Vorbildliches geleistet.

Professor Wegener und sein Mitarbeiterteam haben eine anschauliche computerunterstützte Dokumentation erarbeitet, die die Versuche der Vorlesung “Experimentalphysik I und II” systematisch beschreibt. Die Vorlesung führt Studierende des ersten und zweiten Semesters von der Schulphysik zu einer forschungsorientierten Denk- und Arbeitsweise und legt damit die Grundlagen für das Physikstudium. Durch die Dokumentation, die über das Internet abrufbar ist, läßt sich die Vorlesung besser planen und vorbereiten. Da diese auch von anderen Lehrkräften gehalten wird, ist die Dokumentation von großem Nutzen für die gesamte Fakultät.

Die Dokumentation legt in Text und Abbildungen dar, wie sich ein Versuch einsetzen läßt, welche Störungen auftreten und welche funktionalen Abhängigkeiten mit dem Versuch demonstriert werden können. Enthalten sind auch Tips und Tricks für die Assistenten, die den Aufbau der Vorlesung vorbereiten. Vorlesungsumfragen haben ergeben, daß die Vorlesungen von Professor Wegener hervorragend bewertet und bei Studierenden ohne Einschränkung sehr gut angenommen wurden. Professor Wegener und sein Team geben ein positives Bespiel für die Möglichkeit, exzellente Forschung mit attraktiver Lehre zu verbinden.