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Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien

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Hochschulkommunikation erforschen: Organisation von Hochschulkommunikation in Abhängigkeit von Hochschulformen

© Florian Giek

Hochschulkommunikation wird für Hochschulen im kompetitiven Feld der Wissenschaft immer bedeutsamer. Entsprechend positionieren sich Hochschulen je nach ihren strategischen Zielen ganz unterschiedlich. Dabei, so die Ausgangsvermutung des Projektes, variieren auch Organisation, Form und Zielsetzung der jeweiligen Hochschulkommunikation. Mit den veränderten Kommunikationsanforderungen der Hochschulen erweitert sich in der Zwischenzeit das Spektrum der Forschung zur Wissenschaftskommunikation um das Segment der Hochschulkommunikationsforschung. Hochschulen haben organisationsspezifische Kommunikationsaufgaben. Gleichwohl ist weder die Grundfrage nach der Organisationweise von Hochschulkommunikation auf Meso- und Mikroebene, noch die Kommunikationsorganisation in Abhängigkeit von den Organisationsstrukturen der jeweiligen Hochschule untersucht worden.

In diese Forschungslücke stößt dieses Pilotprojekt mit den Fragen: Wie vollziehen sich vor dem Hintergrund der verschiedenen Konfliktlagen interne Prozesse des Organisierens von Hochschulkommunikation? Wie formiert sich das Handeln von Akteuren innerhalb der durch die Organisation der jeweiligen Hochschule vorgegebenen Strukturen und welche Rolle spielen Machtverhältnisse zwischen Hochschulkommunikationsabteilungen und Hochschulleitungen dabei? Im Rahmen welcher Prozesse werden Zielkonflikte aufgelöst und Kompromisse ausgehandelt? Lassen sich idealtypische Konstellationen von Hochschulform und Organisationsweise der Hochschulkommunikation herausarbeiten? Ziel des Projektes ist es deshalb, die Organisation von Hochschulkommunikation in Abhängigkeit von Hochschulformen zu untersuchen und so idealtypische Konstellationen beider herauszuarbeiten. 

Eine Hochschulform lässt sich als spezifische Konstellation der Merkmale Trägerschaft (Staat, Privatwirtschaft, Kirche), Hochschultyp (Universität, Fachhochschule) und ihrer Größe verstehen. Auf dieser Basis werden Beispielfälle ausgesucht und als Kurzstudien ausgearbeitet, um die konkrete Ausgestaltung der Hochschulkommunikation an einzelnen Hochschulen zu explorieren. Hochschulkommunikation und ihre strukturelle Einbindung sind dabei sowohl Resultat als auch Instrument von Veränderungsbestrebungen innerhalb einer Hochschule. Es geht demnach darum, die Hochschulkommunikation in ihrer Vielfalt, die eng mit der Heterogenität deutscher Hochschulen verknüpft ist, zu kartieren und zu typologisieren. Dabei liegt der Fokus auf Akteurshandeln und organisationale Strukturen und die Veränderungen, die beispielweise Rollenbilder im Zuge des Organisationswerdungsprozesses in den einzelnen Hochschulen erfahren. Dahinter steht die Frage: Wie bedingen sich Akteurshandeln und Organisationsstrukturen im Berufsfeld Hochschulkommunikation wechselseitig? Wenn die interessierenden Akteur-Struktur-Dynamiken verstanden werden, kann in einem nächsten Schritt auch der Output, möglicherweise sogar der Impact der Hochschulkommunikation nach außen und innen besser bewertet werden.

Das Projekt dient als Pilotstudie, indem es neben der Erstellung einer Typologie auch Problemstellungen für künftige systematische Untersuchungen identifiziert und diese konkret vorbereitet. Das Projekt verknüpft Hochschulkommunikationsforschung und soziologische Organisationsforschung interdisziplinär. Zudem adressiert es eine praxisrelevante, für das Berufsfeld zentrale Fragestellung, da mit den Erkenntnissen der Pilotstudie und möglicher Folgeprojekte die Grundlage für Vorschläge nicht nur für das Organisieren von Hochschulkommunikation gemacht werden können, sondern ebenso für die Ausbildung von Hochschulkommunikatoren.

 

English version available here

 

Förderer

 

 

Beteiligte Wissenschaftler

 

 

Studentische Hilfskräfte

 

  • Vivien Blum
  • Mareike Freiling
  • Julia Goldstein