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Postanschrift

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien

Kaiserstr. 12, Geb. 20.30
D-76131 Karlsruhe

Campusplan (Planquadrat G5)

Symposium

Science-Slam-Publikum

Tagungsthema

In aller Kürze: Programminformationen als PDF

 

Formenvielfalt der externen Wissenschaftskommunikation

Mündliche Vorträge für ein Laienpublikum begleiten die Wissenschaft seit jeher. Der klassische Vortrag ist dabei längst zur multimodalen Präsentation geworden: Reale Gegenstände, Grafiken, Videos oder Animationen kommen zum Einsatz und geben umfassende Einblicke in die Forschung. Neben dem klassischen Abendvortrag hat sich mittlerweile eine Vielzahl von Präsentationsformen und Kommunikationsanlässen etabliert – vom Science-Slam bis zum TEDx-Talk, vom Wissenschaftsfestival bis zur Langen Nacht der Wissenschaften1.

 

Thematischer Schwerpunkt: Science-Slams

Ziel des Symposiums ist es, über disziplinäre Grenzen hinweg die Vielfalt akademischer Perspektiven, die sich mit Wissenschaftskommunikation in Präsentationsform befassen, zu einem gemeinsamen Austausch einzuladen. Dazu gehören unter anderem Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Linguistik, Psychologie, Rhetorik, Kulturwissenschaft, Philosophie und Pädagogik.

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt im Rahmen des Symposiums sollen Untersuchungen zur Form des Science-Slams sein. Dieser stellt eine verbreitete und populäre Form in der externen Wissenschaftskommunikation in Deutschland dar, die über den klassischen öffentlichen Abendvortrag von Wissenschaftler*innen hinausgeht. Die Form zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere – in der Regel – Nachwuchswissenschaftler*innen im Rahmen eines Events ihre Forschung in Kurzvorträgen vorstellen. Eine Besonderheit dabei ist, dass die Präsentationen explizit eine Unterhaltungskomponente aufweisen sollen. Zudem ist ein Science-Slam ein Vortragswettbewerb, bei dem das Publikum als Jury fungiert und die Präsentationen bewertet, um am Ende eine*n Sieger*in zu küren.

In der Öffentlichkeit finden Science-Slams großen Anklang. Sie werden als innovative Form der Wissenschaftskommunikation gesehen, der ein großes Potenzial zugeschrieben wird, Wissenschaft in die Öffentlichkeit zu tragen2. Manche gehen sogar soweit, sie als „Zukunft der Wissenschaftskommunikation“3 zu sehen. Auf der anderen Seite stehen Science-Slams auch in der Kritik, da die Verbindung von Unterhaltung und Wissenschaftskommunikation mitunter kritisch gesehen wird, und die Präsentationen bei Science-Slams als zu oberflächlich eingeschätzt werden4.

 

Science-Slam-Beispiel als gemeinsamer Untersuchungsgegenstand

Um sich dem Thema multidisziplinär zu nähern und einen gewinnbringenden Austausch über Disziplingrenzen hinweg zu ermöglichen, wird das Fallbeispiel eines naturwissenschaftlichen Science-Slam-Vortrags als gemeinsamer Untersuchungsgegenstand von Referent*innen des Symposiums aus ihrer jeweiligen Fachperspektive mit der entsprechenden Methodik analysiert werden.

Neben dem Science-Slam-Schwerpunkt widmet sich das Symposium in zwei themenoffenen Sessions auch anderen Präsentationsformen der externen Wissenschaftskommunikation in Theorie und Praxis.

 

Wissenschaftskommunikation im Rahmen des Symposiums

Als Bestandteil des Symposiums findet am 26. September ein öffentlicher Science-Slam in Karlsruhe statt, zu dem die Teilnehmenden des Symposiums herzlich eingeladen sind. Die wissenschaftlichen Inhalte des Symposiums werden bei diesem Science-Slam im Rahmen einer Posterpräsentation auch der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

1 vgl. Schrögel, Philipp/ Niemann, Philipp/ Bittner, Laura/ Hauser, Christiane (2017): Präsentationen in der externen Wissenschaftskommunikation: Formen & Charakteristika, in: Science In Presentations Arbeitsberichte, #3, November 2017, URL: http://www.geistsoz.kit.edu/germanistik/downloads/SIP_Arbeitsberichte_3_Web.pdf (15.12.17).

2 vgl. Grummt, Daniel (2015): Sociology goes Public. Der Science Slam als geeignetes Format zur Vermittlung soziologischer Erkenntnisse?, Verhandlungen des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Trier 2014, URL: http://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband_2014/article/view/120/pdf_87 (15.12.17).

3 Lederman, Jason (2016): Science Slams Could Be The Future Of Communicating Research, Popular Science, 29.3.2016, URL: https://www.popsci.com/science-slams-could-be-future-communicating-research (15.12.17).

4 vgl. Euen, Claudia (2015): Science Slams. Banale oder clevere Wissenschaftskommunikation?. deutschlandfunk.de, 14.7.2015, URL: http://www.deutschlandfunk.de/science-slams-banale-oder-clevere-wissenschaftskommunikation.680.de.html?dram:article_id=325405 (15.12.17).

 

Tagungsprogramm

Mittwoch 26.09.2018 | KIT Campus Süd, Geb. 11.30, Senatssaal

09:00 -

13:00

Doktorand*innen-Workshop „Praxistraining Wissenschaftskommunikation“

Offen für Konferenzteilnehmer*innen (Christoph Bertolo, Kristin Raabe, NaWik)

14:00

Beginn des Symposiums: Grußworte

Prof. Dr. Michael Decker, Leiter Bereich II, KIT

Prof. Dr. Carsten Könneker, Abteilung Wissenschaftskommunikation, KIT

14:30

Keynote:

  • „Wissenschaftskommunikation braucht Haltung“ (Markus Weißkopf, Präsident EUSEA, Geschäftsführer WiD)

15:15

Kaffeepause

15:45

Session 1: Science-Slam-Schwerpunkt

  • „Spiel mit dem Publikum. Rhetorik und Interaktionskomik im Science-Slam“ (Prof. Dr. Olaf Kramer, Universität Tübingen)
  • „Zwischen sportivem Spektakel und epistemischem Diskurs: Der Science-Slam als multimodale Orchestrierung“ (Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher, Universität Trier)

17:15

Pause und Abendbuffet

18:30

Abendprogramm: Posterpräsentation für die Öffentlichkeit

20:00

Abendprogramm: Science-Slam Karlsruhe | jubez, Kronenplatz 1

 

Donnerstag, 27.09.2018 | KIT Campus Süd, Geb. 11.30, Senatssaal

09:30

Session 2: Science-Slam-Schwerpunkt

  • Perspektive der Kommunikationspsychologie:
    Prof. Dr. Michaela Maier, Universität Koblenz-Landau
  • „Erkenntnis, Emotionen & Entdeckung: zur Rezeption von Science-Slams“
    (Dr. Philipp Niemann, Philipp Schrögel, Christiane Hauser, Laura Bittner, KIT)

11:00

Kaffeepause

11:15

Session 3: Science-Slam-Schwerpunkt

  • „Was bleibt hängen bei einem Science-Slam? Erste Ergebnisse einer Fallstudie zum Wissenserwerb bei Science-Slams“ (Anika Aßfalg, KIT)
  • „Science-Slam als erwachsenenpädagogische Lernkultur – Erkundungen im Da-Zwischen“ (Maria Stimm, HU Berlin)

12:45

Mittagspause

14:00

Session 4: Science-Slam-Schwerpunkt

  • „Und unterhaltsam soll es auch noch sein… Sprachliche Strategien der Erzeugung von Unterhaltsamkeit in Science Slams“ (Dr. Monika Hanauska, KIT)
  • „Gibt es hier Physiker, Frauen, Singles? Wie die Analyse von Videomaterial bei der Untersuchung von inszenierten Interaktionen im Science-Slam helfen kann“ (Dr. Miira Hill, TU Berlin)

15:30

Kaffeepause und Poster-Session

16:30

Session 5: Weitere Präsentationsformen der Wissenschaftskommunikation

  • „Die (neue) Protreptik des populärwissenschaftlichen Webvideos“
    (Dr. Jesús Muñoz Morcillo, KIT)
  • „Audio-visuelle Wissenschaftskommunikation im Internet – Eine Typologie deutscher Wissenschaftsvideos von wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Akteuren“ (Bettina Boy, Universität Trier)

18:00

Pause und Transfer zum Conference-Dinner

19:00

Conference-Dinner mit  Dinner-Speech:

  • „Verständlichkeit ist nur der Anfang – Wissenschaftskommunikation in Zeiten
    von Fake-News und Filterbubbles“ (Beatrice Lugger, NaWik)

 

Freitag 28.09.2018 | KIT Campus Süd, Geb. 11.30, Senatssaal

09:30

Session 6: Präsentationsformen der Wissenschaftskommunikation in der Praxis

  • „Präsentieren und Visualisieren: Einblicke in die Seminarpraxis“
    (Kristin Raabe, Chris Spatschek, NaWik)
  • „Interaktive wissenschaftliche Poster – Komplexes Wissen visuell vermitteln“ (Prof. Tom Duscher, Science Communication Lab & Muthesius Kunsthochschule Kiel)

11:00

Kaffeepause

11:15

Zusammenfassung und Ausblick

12:00

Gemeinsames Mittagessen, Ende des Symosiums

Teilnahme am Symposium und Organisatorisches

Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei. Melden Sie sich bitte bis zum 15. September 2018 per E-Mail an. Geben Sie dazu bitte Ihren Namen, Ihre Institution, die zur Teilnahme vorgesehenen Tage / Programmpunkte sowie eventuelle Anforderungen an die Verpflegung oder Unterstützungsbedarf während der Tagung an.

Organisiert wird das Symposium von der Nachwuchsgruppe „Science In Presentations“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Die Klaus Tschira Stiftung fördert das Forschungsprojekt.

Organisation & Kontakt

Dr. Philipp Niemann (Nachwuchsgruppenleiter), Philipp Schrögel, Christiane Hauser und Laura Bittner
Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

E-Mail: mail∂science-in-presentations.de